KREML KULTURHAUS ZOLLHAUS KULTUR REGIONAL & MODERNES LERNEN e.V.

+++ Open Air - Film - Festival | DO, 14.07. 2022 - SA, 03.09.2022 +++

Open Air Film Festival im Kreml

 

Mit einem guten Dutzend Filme startet das Programmkino des Kreml Kulturhauses in Zollhaus am 14. Juli in die aktuelle Open Air Saison. Ein Teil des Programms orientiert sich am Motto des diesjährigen Kultursommers Rheinland Pfalz: Ostwind. Insgesamt vier Beiträge aus osteuropäischen Ländern werden zu sehen sein. Filme die belegen, wie vielfältig, spannend und originell das Kino in diesen Regionen ist. Des Weiteren besteht das Festivalprogramm aus einigen Highlights und Publikumslieblingen der letzten Monate sowie mehreren Dokumentarfilmen.

 

Im Mittelpunkt des Open Air Programms stehen einige der gelungensten und auch erfolgreichsten Komödien der letzten Monate. Wie z.B. „Wunderschön“ (14. + 21.7.), in der der Selbstoptimierungs- und Schönheitswahn auf die Schippe genommen wird. In „Contra“ (24.7. + 28.7.) spielt Christoph Maria Herbst einen Uni Professor, der nach einer rassistischen Entgleisung vor dem Disziplinarausschuss landet. Er erhält eine zweite Chance, die sich als knifflig erweist. Eine klassische französische Komödie ist „Das Beste kommt noch“ (30.7. + 4.8.), in der zwei Männer in den besten Jahren vom jeweils anderen glauben, dass er Krebs hat. Ihre vermeintlich letzten Wochen wollen sie in vollen Zügen genießen. In „Meine schrecklich verwöhnte Familie“ (5.8.) erteilt ein reicher Geschäftsmann seinem trägen und verschwenderischen Nachwuchs eine Lektion, indem er sie glauben lässt, er sei pleite. Und in „Licorice Pizza“ (1.9. + 3.9.) schickt Regisseur Paul Thomas Anderson ein kurios ungleiches Liebespaar durch das Los Angeles der 70er Jahre.

 

Die Reihe osteuropäischer Filme umfasst vier Werke. In dem Schwarzweißfilm „Cold War - Der Breitengrad der Liebe“ (15.7.) wird eine Liebesgeschichte zwischen dem Pianisten Wiktor und der Sängerin Zula, die im Nachkriegspolen beginnt, über einen Zeitraum von etwa 15 Jahren erzählt. Die mazedonische Satire „Gott existiert, ihr Name ist Petrunya“ (29.7.) wirft einen kritischen Blick auf die verkrusteten patriarchalischen Strukturen des Landes. In dem polnischen Krimi „Die Spur“ (12.8.) legt sich eine pfiffige Pensionärin nicht nur mit Kirche und Fleischessern an, sie löst auch einen mysteriösen Mordfall. In dem russisch-finnischen Film „Abteil Nr. 6“ (27.8.) müssen im Laufe einer Bahnfahrt ziemlich ungleiche Passagiere lernen, miteinander auszukommen.

 

Die Dokumentarfilmreihe beginnt am 16.7. mit „Dear Future Children“. Der Film beschreibt neue jugendliche Protestbewegungen weltweit. Um Kultur unter Bedingungen politischer Zensur geht am 6.8. in „Raving Iran“. „Besser Welt als nie“ (11.8.) erzählt von einem 24-jährigen, der zu einer Weltreise aufbricht. Am 2.9. schließlich ist „Sylvis Bumerang“ zu sehen. Der Film berichtet von der fünfzigjährigen Geschichte einer Szenekneipe in Wiesbaden und seiner legendären Wirtin.

 

Für die diesjährige Saison wurden an der Außenbühne des Kreml einige Umbauarbeiten vorgenommen, die ein besseres Bild vor allem während der Dämmerung ermöglichen. Die Planen an den Seitenwänden und dem Dach sind jetzt schwarz wodurch der Bühnenbereich stark abgedunkelt ist. Zudem wurde eine Plane am Vordach der Bühne angebracht, um den abendlichen seitlichen Lichteinfall (Sonnenuntergang) auf die Bühne zu minimieren.

 

Da das Festival sich über zwei Monate erstreckt, vom 14.7. bis zum 3.9.,  werden die Filme im Laufe der Wochen immer etwas zeitiger starten wegen früher einsetzender Dunkelheit. Einlass ist immer gegen 21 Uhr. Filmstart dann je nach Witterungsverhältnissen und Dunkelheit zwischen 21.15 Uhr und 22 Uhr. Bei anhaltendem Regenwetter wird der jeweilige Film im Kinoraum gezeigt.